Iano Tamar erntete Jubel für ihre kultivierte Darstellung der Habsburger-Prinzessin Mathilde: Hervorragend ihre Arien mit allen raffinierten Koloraturen, sanft und edel ihr Soprantimbre, gekonnt die Attacken.
Die schöne Mathilde von Iano Tamar demonstriert mit Geschmack die Kunst der Feinabstimmung inmitten fast gehauchter Pianophrasen.
Iano Tamar ist eine elegante Mathilde. Ihr Sopran, sehr sensibel gesungen, schön geführt, technisch fein.
Iano Tamar eine noble Mathilde.
Sängerleistungen auf hohem Niveau. Viel Applaus gab es für Marcello Giordani als Arnold und Iano Tamar als Mathilde.
Neugierig erwartet Iano Tamar als Mathilde, die übrigens die Arie im dritten Akt erstmals ungekürzt gesungen hat.
Der Sopran tadellos, mehr als achtbar abgeliefert .
Durch die Absage von Regina Schörg (sie sagt nur noch ab?), kam Iano TAMAR zur Mathilde und überzeugte durch schönste Beherrschung des französischen Stils. In der 3. Akt Arie "Pour notre amour" riss sie das lethargische Publikum zu Bravos hin.
Mir gefiel ebenfalls Giordani (obgleich kein Stilist a la Sabbatini) und besonders Iano Tamar, die sicherlich die beste
Mathilde (mit aufgemachtem Strich in der 2.Arie) war, die an der Staatsoper zu hören war.
"Don Carlos" - CD, Wiener Staatsoper:
Die dunkler timbrierte Elisabeth Iano Tamars wirkt jugendlicher und singt mit einer verhaltenen Leidenschaft, die ein vielschichtigeres Rollenprofil hörbar macht. "Don Carlos", Wiener Staatsoper:
An erster Stellen muss man die Damen nennen Iano Tamar/Elisabeth. Stimmlich war sie in großer Form, in der Darstellung vorzueglich! Iano Tamar zeigte als Elisabeth ein herrlich dunkles Timbre! Iano Tamar als Elisabeth hervorragend besetzt. Am besten Iano Tamar als Elisabeth! Die wohllautende, samtig timbrierte Gegenlinie dazu formte Iano Tamar als Elisabeth, die große Arie im Schlussbild gelang ihr makellos. Iano Tamar ist eine innige Elisabeth mit warmen edlen Timbre und feinem Ausdruck! Ein beglückendes Hörerlebnis bescherten aber vor allem Iano Tamar als Elisabeth und überzeugte durch technische Sicherheit und ein wunderbares dunkles Timbre! Zu rühmen ist eine perfekte Ensembleleistung und Iano Tamars Elisabeth. Vargas als Don Carlos, der in der aus Georgien stammenden Sopranistin Tamar eine bestimmte, dabei betörend geschmeidige Partnerin findet. "La clemenza di Tito" - Gala, Mozartwoche Mannheim:
Zu Gast diesmal drei Sängerpersönlichkeiten, die getrost als Idealbesetzungen für ihre anspruchsvollen Rollen gelten dürfen. In der Rolle der vor Leidenschaft glühenden Vitellia die junge Georgierin Iano Tamar, ein genuiner großer Verdi-Sopran, der gleichwohl die Agilität und die Stilsicherheit für die Mozartschen Herausforderungen hat. Entsprechend enthusiastisch gerieten die Ovationen des dankbaren Publikums. "Macbeth ", Oper Bonn:
Auch Iano Tamar, vor fünf Jahren schon in Köln eine gefeierte Lady Macbeth, bleibt trotz ihrer blitzenden Eingangs-Attacke eine Verfechterin der eher eleganten Linie, das Dämonische ist bei ihr mehr ein Versprechen, die Wahnsinns-Arie in ihrer Fragilität freilich schon fast Erfüllung. Gefeiert wurde Iano Tamar für ihren üppigen, gut geführten Sopran samt Rollenprofil. Iano Tamar, die die Lady bereits in Köln, an der Deutschen Oper Berlin und anderswo gesungen hat und mit der 1847-Version auch auf CD dokumentiert ist, hat in der hybriden Partie weiter an Profil gewonnen, gerade auch darstellerisch und hinsichtlich der Textbehandlung. Vokal ist sie ohnehin eine Idealbesetzung: Die charaktervolle, individuell gefärbte Stimme besitzt Kraft, auch in der tiefen Lage, wird aber stets kontrolliert eingesetzt, ist fähig zu zartesten Piani - besondere Erwähnung verdient zweifellos das mühelose Des in alto der Nachtwandelszene -, zu berückenden messa-di-voce-Effekten und zu ausdrucksstarken Koloraturen, die mehr sind als technisch gekonnte Zierfiguren (hier profitiert die Künstlerin von ihren reichen Erfahrungen im Belcantorepertoire, das sie ebenso souverän beherrscht wie die großen Verdipartien), vor allem aber zu mannigfachen Ausdrucksnuancen zwischen eindringlicher Verinnerlichung und energischen Ausbrüchen. "Médée", Deutsche Oper Berlin:
Medea von Iano Tamar wie ein Fanal von Liebe und Blut.
Es lohnt sich, auch wenn nicht mehr die monumentale Griechin Maria Callas auf der Bühne steht, den Kampf der erniedrigten und beleidigten Frau mit sich selbst auszufechten. Stattdessen die junge starke Georgierin Iano Tamar, die die Medea flammend verkörpert. Sie macht die ausbrechende Urgewalt des Gefühls psychologisch glaubhaft, mit der sie sich, Barbarin, Ausländerin unter den Griechen, für den Fremdenhass rächt, für die vom Politiker Kreon verordnete Ausweisung, für den Liebesverrat des schnöseligen Hedonisten Jason. Ein Werk von sozialpsychologischer Katastrophenaktualität.
Cherubini und sein Librettist haben die Tragödie des Euripides nicht von ungefähr zusammengezogen auf diese Protagonistin und ihre seelische Entwicklung, den Konflikt zwischen liebender Mutter, verstoßener Geliebter und Mörderin, das Crescendo von Liebe, Verrat, Hass und Bluttat. Genau dieses Unglück modelliert die Sopranistin Iano Tamar faszinierend und deutlich heraus, mit den gefährlich schimmernden Klangfarben ihrer wandlungsfähigen Stimme, ihrem eher weich ansetzenden dramatischen Impuls und einem alle Verletzungen akzentuierenden Spiel.
Und hier hat die Deutsche Oper mit Iano Tamar einen außerordentlichen Glücksgriff getan. Tamar ist eine Singschauspielerin von hohem Rang, sie vermag alle Facetten dieser außerordentlich vielschichtigen Figur, vom wilden Hass bis zum fast kindlichen Betteln um die vergangene Liebe, präsent zu machen. Nicht mit der hohen Feierlichkeit der Callas, sondern als eine ganz vom Moment bezwungene "Barbarin", unbelastet von der Affektkontrolle und dem Kalkül des Zivilisationsprozesses, steht Tamar auf der Bühne. Ihr im Alleinsein immer wieder durchbrechender Hass, der Schnitt mit dem langen Messer in die imaginierten Opfer, bricht sich sogleich am Gegenüber: So fleht sie Jason an, so wird sie in der ersten Begegnung mit ihren Söhnen plötzlich von der Liebe überwältigt und lässt sich von ihrer Dienerin das bereits gezückte Messer widerstandslos aus der Hand nehmen.
Frau Tamar legt sie in Schönheit dar. Sie ist eine frauliche Medea, kein Ding aus dem Tollhaus der Mythen. Sie versucht, das Handeln der blutigen Heldin begreifbar zu machen. Sie findet Töne der Zerknirschung, nicht einzig des Hasses. Sie singt Wärme herbei. Keinen Augenblick ist sie versucht, die Rolle, die sie verkörpert, in Grund und Boden zu schreien. Tamar ist delikat. Sie hantiert mit ihrer üppigen, dennoch schlanken, hochdramatischen Stimme stets kunstreich und ersingt sich damit im wahrsten Sinne des Wortes die schönsten Noten. Sie hat Geschmack, Verständnis, Noblesse: ein selten gewordener Dreibund.
Dabei ist Tamar eine sehr gute Medea: keine überformatige Diva nach Art ihrer Rollenvorgängerinnen Maria Callas oder Leyla Gencer, sondern eine Frau mit menschlichem Normalmaß, aus deren warmtönigem Timbre man die Erinnerung an bessere Tage heraushört, die ihre muskuläre, barbarische Gewalt nur wider Willen einsetzt.
Iano Tamar bringt für die Partie der Medea nicht nur die feste, schöne, hochdramatische Stimme mit. Sie kann auch Tücke oder Verzweiflung in den Ton hineinfärben, Melancholie und Raserei- kurzum, das ganze kurzatmige Wechselspiel der Emotionen, von denen diese Figur zerrissen wird.
Die Georgierin Iano Tamar strahlt in der Titelrolle und wird bejubelt.
Eine wirkliche Entdeckung ist Iano Tamar in der Titelpartie. Sie besitzt die Stimme, um die Fülle von Gemütszuständen zum Ausdruck zu bringen. Beeindruckend waren ihre zurückgenommenen stillen Momente, in denen sie sich die Zeit nahm, bis ins kleinste Detail sicher und klangschön zu gestalten, und ebenso die Szene, in der sie- zwischen Mutterliebe und Rachegefühlen hin- und hergerissen- lyrischen Ausdruck, ersticktes Abbrechen und verzweifeltes Aufbegehren wirksam gegeneinander setzte. Gleichermaßen überzeugend waren die Heftigen, dramatischen Ausbrüche, die ihrer Stimme nicht die geringsten Schwierigkeiten bereiteten; vor allem am Schluß gelang ihr der Wechsel von einem Extrem zum anderen mit traumwandlerischer Sicherheit.
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