"Medée", Theater an der Wien:

    Was aber wäre diese Oper ohne Iano Tamar als Médée? Mit ihrer kräftigen Stimme, die vor allem in der mittleren und tiefen Lage nicht nur mühelos durchzeichnet, sondern eine Vielzahl von Farben anspricht, zog die georgische Sopranistin das Publikum in ihren Bann.
Salzburger Nachrichten, März 2008

Warum Jason von dieser Frau nicht loskommen kann, obwohl sie sich angesichts ihres Schicksals in eine mordende Furie verwandelt hat, macht Iano Tamar deutlich, eine phänomenale Bühnenerscheinung, die viele der ans Unmenschliche grenzenden Anforderungen ihrer Partie nicht nur meistert, sondern mit bestechender Präsenz in dramatische Ereignisse umzumünzen weiß. Die jähen Wechsel zwischen einschmeichelnder Gebärde und hasserfüllten Aufwallungen, der Unterton, der dem Hörer gerade schon, dem Bühnengegenüber gerade noch nicht suggeriert, dass hinter allem und jedem, das diese Frau unternimmt, Rachegelüste lauern, all das wird in Tamars Sing- und Spielkunst zum Ereignis.

Die Presse, März 2008

Was aber wäre diese Oper ohne Iano Tamar als Médée? Mit ihrer kräftigen Stimme, die vor allem in der mittleren und tiefen Lage nicht nur mühelos durchzeichnet, sondern eine Vielzahl von Farben anspricht, zog die georgische Sopranistin das Publikum in ihren Bann.

Salzburger Nachrichten, März 2008

Umso überzeugender ist Iano Tamar als beherzt und präzise agierende, stimmlich kompetente Medée.

News, März 2008

Iano Tamar beherrscht das Bühnen-Treiben, obwohl sie als zarte, gramgebeugte Medea beginnt: Zum Kindsmord fähig wird sie bei Regisseur Torsten Fischer erst allmählich, durch das erlittene Unbill in einer grausamen Gesellschaft. Sängerisch versiert, darstellerisch passioniert, meißelt Iano Tamar das Drama in gluthelle Spitzentöne.

Wiener Zeitung, März 2008

Iano Tamar ist voller Leidenschaft, Liebe, Hass und Rachsucht, sie steigert ihre Intensität in ganz unglaublicher Weise und im 3.Akt nach einer langen (7 Min.), gewaltigen Orchestereinleitung ist sie in der großen Arie "O Tisiphone.." ganz grandios, ja, unvergleichlich möchte man sagen. Man ist wie in einem Bann gefangen, so stark ist diese Szene. Überwältigend war darum auch der Beifall, den diese Sängerin erhielt.

Der Neue Merker, März 2008

Standing ovations für diese Produktion und vor allem für Iano Tamar. Tamar ist eine jener raren Sängerinnen, bei der sowohl stimmlich als auch darstellerisch jeder Zoll eine Medée entspricht . Ihr dunkler dramatischer Sopran, der die heiklen Koloraturen ebenso mühelos meistert, wie die tiefen Passagen, ist ein wahrer Genuß und eine Rollenentdeckung für Wien. Brava !

Der Neue Merker, März 2008

    "Lady Macbeth", Staatsoper Berlin:

    Die Sensation aber Iano Tamar als Lady Macbeth. Ihr am Belcanto geschulter dunkler Sopran leuchtet in den Koloraturen(eine fulminate Briefszene mit Cabaletta im ersten Akt, sowie im Brindisi ), betört mit einer samtigen Mittelage (in La luce langue) und steigert sich zu einer Nachtwandelszene, die in ihrer Makellosigkeit was Stimmführung, Nuancierung und Gestaltungskraft anbelangt, so singuläre ist, dass man lange zurückblicken muß, um Vergleichbares erwähnen zu können.
Der neue Merker, November 2007

    "Maria Stuarda" konzertant, Théâtre des Champs-Elysées, Paris:

    Die Stimme der Elisabetta, gesungen von Iano Tamar, hat ein tiefes Timbre und ist sehr harmonisch. Trotz der tiefen Lage beweist sie große Beweglichkeit in den Koloraturen.
www.anaclase.com, September 2007

    "Semiramide", Deutsche Oper Berlin:

    Iano Tamar in der Titepartie bot hier auch stimmlich einen Höhepunkt des Abends, eine in jeder Hinsicht überzeugende Interpretin dieser fulminanten Rossini-Partie.
Der Neue Merker, Juni 2007

    "Francesca da Rimini", Teatro La Fenice, Venedig:

    Sehr gut Iano Tamar, die Leben in eine resignierte und leidenschaftlich liebende Francesca gebracht hat. Die georgische Sopranistin zeigte sich in optimaler Form und meisterte diese bei weitem nicht einfache Partie bravurös.
OperaClick, April 2007

Hervorragend Iano Tamar: Die Figuren Francesca und Paolo, die musikalisch Verblichenen, wurden von der packenden Georgierin Iano Tamar und dem Tenor Sergey Kunaev verkörpert.

Il Giornale di Vicenza/Il Gazzettino, April 2007

    "Idomeneo", Wiederaufnahme Wiener Staatsoper/Theater an der Wien:

    Iano Tamar trumpft als um Liebe und Glück geprellte Elettra mit Leidenschaft, Zorn, Hass auf und ihre Wahnsinnsarie „Da Oreste ed Ajace“ steigert sie zum theatralischen Furioso.
Kronen Zeitung, Jänner 2007

Iano Tamar markierte glaubwürdig den von emotionalen, von stiller Innigkeit bis zum Wahnsinn reichenden Bogen .

Der Standard, Jänner 2007

Iano Tamar steigerte sich als Elettra zu einer Schlußarie voll dunkler Dramatik.

Kurier, Jänner 2007

    "Il Trovatore", Bregenzer Festspiele:

    Iano Tamar sang die Arien der Leonora so lyrisch und still, dass man als Zuschauer für einen Moment lang hofft, die ganze Angelegenheit möge doch noch gut ausgehen.
Stuttgarter Zeitung, Juli 2006

Erstaunlich vor allem, welche Präsenz eine Sängerin wie Iano Tamar auf dieser Riesenbühne zu entfalten vermag und welch geschmeidige aus der Welt des Belcanto zu Verdi gerettete Kultur der Stimme.

Salzburger Nachrichten, Juli 2006

Iano Tamar, die bereits als Amelia im "Maskenball" Seebühnenerfahrung hatte, findet sich auf dieser Bühne wunderbar zurecht, springt anmutig über den Ölschlick der Vorderbühne und verkörpert die Leidenschaften der Leonora in großen Bögen ihrer dunkle timbrierten, in Koloraturen strahlend aufblühenden Stimme.

Neue Vorarlberger Tageszeitung, Juli 2006

Iano Tamar überzeugt mit schönem, rundem Timbre und hat mit ihrer sinnlichen Mittellage große Momente.

Kronen Zeitung, Juli 2006

Strahlend Iano Tamar.

Der Standard, Juli 2006

Iano Tamar als nuancierte, auch lyrische Leonora ist eine pure Freude.

Kurier, Juli 2006

Iano Tamar ist eine Leonora mit großer Stimme und noch größerer Spielfreude. Ihre Leidenschaftlichkeit bezaubert ab dem Moment, wo sie dem schicken Cabrio entsteigt, um an der etwas dekadenten Party in der Fabrik teilzunehmen. Sie liebe dieses Festival mit seiner eleganten Bühne, meint Iano Tamar, die hier vor sieben Jahren die Amelia in Verdis "Maskenball" sang.

ORF-Ö1, Juli 2006

    "Verdi-Requiem", Wiener Musikverein:

    Mit den Wiener Symphonikern in Bestform…gelang im Musikverein eine glanzvolle Aufführung. ...Die Solistenstimmen lässt Luisi im Klangbild prächtig aufleuchten: souverän Iano Tamar... Riesenjubel, Ovationen!
Kronen Zeitung, Mai 2006

Iano Tamar überzeugte mit wunderbar dunklem Sopran, der sich gut gegen die Klanggewalt des Orchesters und Chores behaupten konnte.

Wiener Zeitung, Mai 2006

    "Verdi-Requiem", Deutsche Oper Berlin:

    Obwohl das Domine Jesu Christe von den vier Gesangssolisten bestritten wird, bleibt dem Solo-Sopran der wohl atemberaubendste Moment in der Mitte des Satzes vorbehalten. Allein diese Stelle meisterte Iano Tamar ohne Abstriche, mit glühend timbrierten Tönen und bombensicherer Intonation. Das Finale sang Tamar als eindringliche, bewegende Bitte.
Klassik in Berlin, März 2006

    "Tosca", Grand Théatre de Genève:

    Iano Tamar ist mit Sicherheit eine temperamentvolle Tosca erster Güte. Wie geschmeidig schlank sie sich durch die Partie aalt, wie sie stets versucht, das Tempo auf Sprechniveau zu drosseln, wie sie zuckersüsse Eifersucht verbreitet und hauchdünne Amurarabesken gepaart mit gekonnter Dramatik versprüht, das hat Klasse.
Der Neue Merker, Dezember 2005

Der georgische Sopran Iano Tamar erweist sich in der Mordszene als eine impulsive und gleichzeitig leidenschaftliche Tosca. Davor ist sie eine genaue Beobachterin mit zweideutigem, verführerischem Blick, die eine unbetrübliche Distanz sowie kaltes Blut behält. Die Leistung, die bei anderen Interpretinnen oft zu eintönig ist, besticht bei ihr durch die reiche Palette von ständig wechselnden psychologischen Schattierungen. Ihre Mittellage ist gut und ihre Stimmlinie genau definiert. Das gilt auch für die subtilen Nuancen in ihrem Timbre, die zusammen mit der sensationellen Bühnenerscheinung die Reife der Interpretin beweisen.

L’Opera, Februar 2006

    "La juive", Teatro la Fenice:

    Iano Tamar verleiht der Rolle, die bei der Uraufführung von Cornelia Falcon interpretiert wurde, einer berühmten Sopranistin, nach der sogar ein Stimmentyp genannt wurde, Timbre, Charakter und ein wunderschönes “Vibrato”.
Corriere della Sera, November 2005

Iano Tamar bietet mit ihrer kräftigen Stimme eine Interpretation der Superlative der dramatischen Sopranrolle Rachel.

Il giornale della Musica, November 2005

Iano Tamar verkörperte die rührende und anspruchsvolle Rolle der Rachel mit intimen Raffinessen und bewegende dramatische Ausbrüchen.

Il Gazzettino, November 2005

Iano Tamar war eine bewegende “Jüdin”, leidenschaftlich und bereit zum Opfer. Sie vermochte, ihre Rolle, die eine beträchtliche Kraft in der Mittellage erfordert, stimmlich souverän in Szene zu setzen und bewies gleichzeitig müheloses Beherrschen der Spitzentöne.

Il Giornale di Vicenza, November 2005

    "Guillaume Tell", Wiener Staatsoper:

    Iano Tamar erntete Jubel für ihre kultivierte Darstellung der Habsburger-Prinzessin Mathilde: Hervorragend ihre Arien mit allen raffinierten Koloraturen, sanft und edel ihr Soprantimbre, gekonnt die Attacken.
Die Krone, September 2005

Die schöne Mathilde von Iano Tamar demonstriert mit Geschmack die Kunst der Feinabstimmung inmitten fast gehauchter Pianophrasen.

Die Presse, September 2005

Iano Tamar ist eine elegante Mathilde. Ihr Sopran, sehr sensibel gesungen, schön geführt, technisch fein.

Kurier, September 2005

Iano Tamar eine noble Mathilde.

Der Standard, September 2005

Sängerleistungen auf hohem Niveau. Viel Applaus gab es für Marcello Giordani als Arnold und Iano Tamar als Mathilde.

APA, September 2005

Neugierig erwartet Iano Tamar als Mathilde, die übrigens die Arie im dritten Akt erstmals ungekürzt gesungen hat.

ORF-Radio, September 2005

Der Sopran tadellos, mehr als achtbar abgeliefert .

News, Novembre 2005

Iano Tamar als Mathilde überzeugte durch schönste Beherrschung des französischen Stils. In der 3. Akt Arie "Pour notre amour" riss sie das lethargische Publikum zu Bravos hin.

Der neue Merker, September 2005

Mir gefiel ebenfalls Giordani (obgleich kein Stilist a la Sabbatini) und besonders Iano Tamar, die sicherlich die beste Mathilde (mit aufgemachtem Strich in der 2.Arie) war, die an der Staatsoper zu hören war.

Der neue Merker - Publikumsreaktion, September 2005

    "Don Carlos" - CD, Wiener Staatsoper:

    Die dunkler timbrierte Elisabeth Iano Tamars wirkt jugendlicher und singt mit einer verhaltenen Leidenschaft, die ein vielschichtigeres Rollenprofil hörbar macht.
Opernwelt, August 2005

    "Don Carlos", Wiener Staatsoper:

    An erster Stellen muss man die Damen nennen Iano Tamar/Elisabeth. Stimmlich war sie in großer Form, in der Darstellung vorzueglich!
Der Merker, Oktober 2004

Iano Tamar zeigte als Elisabeth ein herrlich dunkles Timbre!

Kurier, Oktober 2004

Iano Tamar als Elisabeth hervorragend besetzt.

Volksblatt, Oktober 2004

Am besten Iano Tamar als Elisabeth!

Oberösterreichische Nachrichten, Oktober 2004

Die wohllautende, samtig timbrierte Gegenlinie dazu formte Iano Tamar als Elisabeth, die große Arie im Schlussbild gelang ihr makellos.

Die Presse, Oktober 2004

Iano Tamar ist eine innige Elisabeth mit warmen edlen Timbre und feinem Ausdruck!

Die Krone, Oktober 2004

Ein beglückendes Hörerlebnis bescherten aber vor allem Iano Tamar als Elisabeth und überzeugte durch technische Sicherheit und ein wunderbares dunkles Timbre!

Wiener Zeitung, Oktober 2004

Zu rühmen ist eine perfekte Ensembleleistung und Iano Tamars Elisabeth.

Die Welt, Oktober 2004

Vargas als Don Carlos, der in der aus Georgien stammenden Sopranistin Tamar eine bestimmte, dabei betörend geschmeidige Partnerin findet.

Frankfurter Neue Presse, Oktober 2004

    "La clemenza di Tito" - Gala, Mozartwoche Mannheim:

    Zu Gast diesmal drei Sängerpersönlichkeiten, die getrost als Idealbesetzungen für ihre anspruchsvollen Rollen gelten dürfen. In der Rolle der vor Leidenschaft glühenden Vitellia die junge Georgierin Iano Tamar, ein genuiner großer Verdi-Sopran, der gleichwohl die Agilität und die Stilsicherheit für die Mozartschen Herausforderungen hat. Entsprechend enthusiastisch gerieten die Ovationen des dankbaren Publikums.
morgenweb.de, Dezember 2003

    "Macbeth ", Oper Bonn:

    Auch Iano Tamar, vor fünf Jahren schon in Köln eine gefeierte Lady Macbeth, bleibt trotz ihrer blitzenden Eingangs-Attacke eine Verfechterin der eher eleganten Linie, das Dämonische ist bei ihr mehr ein Versprechen, die Wahnsinns-Arie in ihrer Fragilität freilich schon fast Erfüllung.
Generalanzeiger, September 2003

Gefeiert wurde Iano Tamar für ihren üppigen, gut geführten Sopran samt Rollenprofil.

Die neue Rundschau, September 2003

Iano Tamar, die die Lady bereits in Köln, an der Deutschen Oper Berlin und anderswo gesungen hat und mit der 1847-Version auch auf CD dokumentiert ist, hat in der hybriden Partie weiter an Profil gewonnen, gerade auch darstellerisch und hinsichtlich der Textbehandlung. Vokal ist sie ohnehin eine Idealbesetzung: Die charaktervolle, individuell gefärbte Stimme besitzt Kraft, auch in der tiefen Lage, wird aber stets kontrolliert eingesetzt, ist fähig zu zartesten Piani - besondere Erwähnung verdient zweifellos das mühelose Des in alto der Nachtwandelszene -, zu berückenden messa-di-voce-Effekten und zu ausdrucksstarken Koloraturen, die mehr sind als technisch gekonnte Zierfiguren (hier profitiert die Künstlerin von ihren reichen Erfahrungen im Belcantorepertoire, das sie ebenso souverän beherrscht wie die großen Verdipartien), vor allem aber zu mannigfachen Ausdrucksnuancen zwischen eindringlicher Verinnerlichung und energischen Ausbrüchen.

Online Musik Magazin (www.omm.de), September 2003

    "Médée", Deutsche Oper Berlin:

    Medea von Iano Tamar wie ein Fanal von Liebe und Blut.
Es lohnt sich, auch wenn nicht mehr die monumentale Griechin Maria Callas auf der Bühne steht, den Kampf der erniedrigten und beleidigten Frau mit sich selbst auszufechten. Stattdessen die junge starke Georgierin Iano Tamar, die die Medea flammend verkörpert. Sie macht die ausbrechende Urgewalt des Gefühls psychologisch glaubhaft, mit der sie sich, Barbarin, Ausländerin unter den Griechen, für den Fremdenhass rächt, für die vom Politiker Kreon verordnete Ausweisung, für den Liebesverrat des schnöseligen Hedonisten Jason. Ein Werk von sozialpsychologischer Katastrophenaktualität.
Cherubini und sein Librettist haben die Tragödie des Euripides nicht von ungefähr zusammengezogen auf diese Protagonistin und ihre seelische Entwicklung, den Konflikt zwischen liebender Mutter, verstoßener Geliebter und Mörderin, das Crescendo von Liebe, Verrat, Hass und Bluttat. Genau dieses Unglück modelliert die Sopranistin Iano Tamar faszinierend und deutlich heraus, mit den gefährlich schimmernden Klangfarben ihrer wandlungsfähigen Stimme, ihrem eher weich ansetzenden dramatischen Impuls und einem alle Verletzungen akzentuierenden Spiel.
Süddeutsche Zeitung, Mai 2002

Und hier hat die Deutsche Oper mit Iano Tamar einen außerordentlichen Glücksgriff getan. Tamar ist eine Singschauspielerin von hohem Rang, sie vermag alle Facetten dieser außerordentlich vielschichtigen Figur, vom wilden Hass bis zum fast kindlichen Betteln um die vergangene Liebe, präsent zu machen. Nicht mit der hohen Feierlichkeit der Callas, sondern als eine ganz vom Moment bezwungene "Barbarin", unbelastet von der Affektkontrolle und dem Kalkül des Zivilisationsprozesses, steht Tamar auf der Bühne. Ihr im Alleinsein immer wieder durchbrechender Hass, der Schnitt mit dem langen Messer in die imaginierten Opfer, bricht sich sogleich am Gegenüber: So fleht sie Jason an, so wird sie in der ersten Begegnung mit ihren Söhnen plötzlich von der Liebe überwältigt und lässt sich von ihrer Dienerin das bereits gezückte Messer widerstandslos aus der Hand nehmen.

Berliner Zeitung, Mai 2002

Frau Tamar legt sie in Schönheit dar. Sie ist eine frauliche Medea, kein Ding aus dem Tollhaus der Mythen. Sie versucht, das Handeln der blutigen Heldin begreifbar zu machen. Sie findet Töne der Zerknirschung, nicht einzig des Hasses. Sie singt Wärme herbei. Keinen Augenblick ist sie versucht, die Rolle, die sie verkörpert, in Grund und Boden zu schreien. Tamar ist delikat. Sie hantiert mit ihrer üppigen, dennoch schlanken, hochdramatischen Stimme stets kunstreich und ersingt sich damit im wahrsten Sinne des Wortes die schönsten Noten. Sie hat Geschmack, Verständnis, Noblesse: ein selten gewordener Dreibund.

Berliner Morgenpost, Mai 2002

Dabei ist Tamar eine sehr gute Medea: keine überformatige Diva nach Art ihrer Rollenvorgängerinnen Maria Callas oder Leyla Gencer, sondern eine Frau mit menschlichem Normalmaß, aus deren warmtönigem Timbre man die Erinnerung an bessere Tage heraushört, die ihre muskuläre, barbarische Gewalt nur wider Willen einsetzt.

Der Tagesspiegel, Mai 2002

Iano Tamar bringt für die Partie der Medea nicht nur die feste, schöne, hochdramatische Stimme mit. Sie kann auch Tücke oder Verzweiflung in den Ton hineinfärben, Melancholie und Raserei- kurzum, das ganze kurzatmige Wechselspiel der Emotionen, von denen diese Figur zerrissen wird.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mai 2002

Die Georgierin Iano Tamar strahlt in der Titelrolle und wird bejubelt.

BZ, Mai 2002

Eine wirkliche Entdeckung ist Iano Tamar in der Titelpartie. Sie besitzt die Stimme, um die Fülle von Gemütszuständen zum Ausdruck zu bringen. Beeindruckend waren ihre zurückgenommenen stillen Momente, in denen sie sich die Zeit nahm, bis ins kleinste Detail sicher und klangschön zu gestalten, und ebenso die Szene, in der sie- zwischen Mutterliebe und Rachegefühlen hin- und hergerissen- lyrischen Ausdruck, ersticktes Abbrechen und verzweifeltes Aufbegehren wirksam gegeneinander setzte. Gleichermaßen überzeugend waren die heftigen, dramatischen Ausbrüche, die ihrer Stimme nicht die geringsten Schwierigkeiten bereiteten; vor allem am Schluß gelang ihr der Wechsel von einem Extrem zum anderen mit traumwandlerischer Sicherheit.

Radio 3, Mai 2002